Bello und Mietzi – wo sind die Probleme?
Deine Tiere sollten sich sicher im Haus bewegen könne, ohne auszurutschen. Sie bringen Schmutz und Feuchtigkeit mit ins Haus. Der Boden muss robust sein, damit nicht jeder Krallenkontakt Spuren hinterlässt. Wenn die Fellnasen durch die Wohnung jagen, kann auch die Lautstärke schnell zum Problem werden. Wie kommt der Untergrund damit zurecht, wenn deinem Liebling mal ein „Missgeschick“ passiert? Wie leicht lässt sich der Bodenbelag reinigen? Welcher Boden ist der Richtige? Nicht nur für dich, sondern auch für dein Tier.
Parkett und Massivholzdielen
Holzböden sind robust, halten einiges aus und überzeugen mit einem natürlichen und warmen Charme. Besonders gut eignen sich Harthölzer wie Eiche, diese kommen mit dem dauernden Krallenkontakt gut zurecht, ohne dass zu viel Schaden durch deine Lieblinge angerichtet wird.
Geölt oder lackiert?
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Oberfläche des Bodens. Ist das Holz geölt, ist der Bodenbelag rutschfester und die Tiere haben beim Laufen mehr Halt. Außerdem ist ein geölter Belag punktuell besser auszubessern und du musst nicht gleich den gesamten Belag neu aufbereiten. Der Nachteil ist die aufwendigere Pflege bei geölten Holzböden. Diese solltest du in regelmäßigen Abständen nachölen, um sie widerstandsfähig zu halten. Lackierte Massivholzdielen oder Parkett sind durch die glatte Oberfläche weniger geeignet. Auch Kratzer lassen sich nur ausbessern, wenn du den Boden komplett abschleifst und neu lackierst.
Stubenrein oder nicht
Massivholzdielen und Parkett können aufquellen, wenn sie Feuchtigkeit zu lange ausgesetzt sind. Wenn dein tierischer Mitbewohner also nicht stubenrein ist, weil er entweder zu jung oder alt und krank ist, solltest du dies in deine Wahl mit einbeziehen. TIPP: Hölzer mit höherem Gerbstoffanteil, wie z. B. Eiche verfärben sich dunkel, wenn sie länger in Kontakt mit Urin kommen. Solche Flecken wirst du auch durch Abschleifen nicht mehr (komplett) los. Da hilft nur der Komplettaustausch der betroffenen Diele.
Korkboden
Kork ist ein nachhaltiger Bodenbelag, der mit seiner natürlichen Optik für ein gemütliches Flair sorgt. Er ist besonders weich und gelenkschonend, was gerade für ältere Tiere und solche, die Einschränkungen im Bewegungsapparat haben, von Vorteil ist. Außerdem schluckt Kork viele Geräusche, wie z. B. das Klacken der Krallen.
Auch hier bestimmt die Oberflächenbehandlung, wie viel Halt dein Tier hat. Ähnlich wie bei Parkett oder Massivdielen ist ein mit Lack versiegelter Korkboden glatter und rutschiger. Auch fallen Kratzer eher auf und können schlechter kaschiert werden. Ein großer Vorteil ist die Resistenz gegen Feuchtigkeit.
Bei geölter Oberfläche ist das nicht der Fall. Insgesamt eignet sich Kork wegen seiner weichen Oberfläche gut, gerade für ältere und stubenreine Haustiere.
Laminat
Ein Laminatboden ist pflegeleicht. Schmutz und Tierhaare können schnell weggesaugt oder gefegt werden. Du solltest unbedingt auf eine gute Qualität mit einer wasserfesten Versiegelung achten. Die Krallen haben es so schwerer, Kratzer zu hinterlassen und auch die Feuchtigkeitsresistenz ist höher.
Der Nachteil an Laminat ist, dass es sehr glatt ist und die Pfoten keinen Halt haben. Dies ist gerade für Tiersenioren ein Problem. Auch sind die Krallengeräusche bei diesem Bodenbelag gut zu hören.
TIPP: Wenn dein Laminat eine belebte Optik oder ein mattes Finish hat, also z. B. eine Maserung mit vielen Ästen, werden Kratzer besser kaschiert.
Übersicht der Vor- und Nachteile
| Eigenschaften | Parkett & Massivdielen | Korkboden | Laminat |
|---|---|---|---|
| strapazierfähig | + | + | + |
| pflegeleicht | + | + | + |
| einfache zu reinigen | ++ | + | ++ |
| resistent gegenüber Krallen | + | + | + |
| feuchtigkeitsbeständig | + | + | + |
| rutschhemmend | + | ++ | + |
Fazit zum Holzboden mit Haustier
Zwar ist nicht jeder Holzfußboden geeignet, aber wenn du einige Dinge beachtest, steht dem Zusammenleben nichts im Wege. Du solltest auf geölte Oberflächen achten und Harthölzer wie Eiche oder Bambus sind zu bevorzugen, da sie den Belastungen und dem Pflegeaufwand, den Hund, Katze und Co. verursachen, am ehesten gerecht werden. Gebürstete und matte Oberflächen sowie rustikale Sortierungen kaschieren verlorene Haare, Pfotenschmutz oder Kratzer am besten. Wenn du deinen Boden regelmäßig saugst, kehrst oder nebelfeucht wischst hilft das ebenfalls, die Oberfläche zu schützen.
Deine vierbeinigen Mitbewohner sollen sich wohlfühlen, gleichzeitig sollte der Bodenbelag nicht beschädigt werden. Du wirst einen Kompromiss finden, der sowohl dir auch deinen pelzigen Freunden gerecht wird.
Haben wir dich neugierig gemacht? Zögere nicht, unser Kontaktformular zu nutzen. Wir helfen dir gern bei der Auswahl deines Bodens.