Unsere Lieferkette: Direkt, transparent, geprüft
Der wichtigste Hebel für Nachhaltigkeit im Holzhandel liegt nicht im Endprodukt – sondern in der Beschaffung. Als Direktimporteur kaufen wir unser Holz ohne Zwischenhändler. Das bedeutet: Wir kennen unsere Lieferanten persönlich, wir kennen die Produktionsstätten, und wir kontrollieren die Lieferkette selbst.
Was wir bei jedem Import prüfen:
- ✔ Legalität: Jede Lieferung wird im Rahmen der EU-Holzhandelsverordnung (EUTR) auf legale Einschlagquellen geprüft und dokumentiert.
- ✔ Herkunft: Wir erfassen Holzart, Ursprungsland und Lieferweg – nicht pauschal, sondern pro Charge.
- ✔ Lieferantenstandards: Auch bei Lieferanten, die (noch) nicht über eine eigene FSC®- oder PEFC®-Zertifizierung verfügen, prüfen wir die Einhaltung der wesentlichen Kriterien dieser Standards – insbesondere hinsichtlich nachhaltiger Bewirtschaftung, Rückverfolgbarkeit und Arbeitsbedingungen.
- ✔ Risikobewertung: Bei Holz aus Ländern mit erhöhtem Risiko setzen wir zusätzliche Maßnahmen zur Risikominderung um – wie ergänzende Dokumentation, unabhängige Prüfberichte oder Vor-Ort-Kontrollen.
Gut zu wissen:
Nicht-zertifiziertes Holz ist nicht automatisch umweltschädlich oder illegal. Gerade kleinere, familiengeführte Forstbetriebe in den Erzeugerländern können die Kosten und bürokratischen Hürden einer formalen Zertifizierung oft nicht stemmen – obwohl sie verantwortungsvoll wirtschaften. Deshalb prüfen wir unsere Lieferanten anhand eigener, an FSC- und PEFC-Standards angelehnter Kriterien und arbeiten mit Partnern zusammen, die nachweislich strenge Umweltstandards einhalten.
Unser Anteil europäischer Hölzer
Fast die Hälfte unserer Holzprodukte stammt aus europäischen Ländern – genauer gesagt 49,6 %. Aber auch bei außereuropäischen Quellen gilt: Kein Holz gelangt ohne Sorgfaltsprüfung in unser Lager.
EU-Entwaldungsverordnung: Wir bereiten uns heute vor
Ab dem 30. Dezember 2026 gilt die neue EU-Entwaldungsverordnung (EUDR). Sie ersetzt die bisherige EUTR und stellt deutlich schärfere Anforderungen an alle Unternehmen, die Holzprodukte in der EU in Verkehr bringen:
- Geolokalisierte Rückverfolgbarkeit bis zur Einschlagfläche
- Nachweis, dass das Holz aus Gebieten stammt, in denen seit 2020 keine Entwaldung stattgefunden hat
- Abgabe einer Sorgfaltserklärung im EU-Informationssystem
Wir sehen die EUDR nicht als Bürde, sondern als Bestätigung unseres Weges. Als Direktimporteur haben wir den kürzesten Draht zu unseren Lieferanten – und damit die besten Voraussetzungen, diese Anforderungen zu erfüllen.
Tropenholz: Verrufen, aber richtig eingesetzt sinnvoll
Tropenholz hat oft einen schlechten Ruf, da illegale Rodungen die Regenwälder bedrohen. Doch verantwortungsvoll gehandeltes Holz ist ein aktiver Beitrag zum Waldschutz.
Warum? Weil Wälder, die nachhaltig bewirtschaftet werden, einen wirtschaftlichen Wert für die lokale Bevölkerung haben. Ein Wald, der Einkommen generiert, wird geschützt – ein Wald ohne Nutzen weicht oft Agrarflächen oder Viehweiden. Dieser wirtschaftliche Anreiz ist in vielen tropischen Regionen der effektivste Schutz gegen die vollständige Abholzung.
Was wir konkret tun:
Wir führen Hölzer wie Cumaru, Ipé, Bangkirai, Garapa, Bongossi und Guyana Teak. Diese bieten technische Vorteile, die heimische Hölzer oft nicht erreichen: extreme Härte und natürliche Langlebigkeit ohne Chemie.
Unsere Sicherheitsstandards:
- ✔ Lückenlose Sorgfaltsprüfung (EUTR) und Chargen-Dokumentation
- ✔ Risikobewertung der Herkunftsländer und Vor-Ort-Kontrollen
- ✔ Lieferantenprüfung nach FSC®/PEFC®-Kriterien
- ✔ Teile des Sortiments zusätzlich FSC®-zertifiziert (z. B. Cumaru 100%)
Wir geben dir zu jedem Produkt Auskunft über Herkunft und Lieferkette. Wenn dir eine FSC- oder PEFC-Zertifizierung wichtig ist, zeigen wir dir gerne die passenden Alternativen.
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Wir setzen auf Transparenz beim Holzbau:
Von der externen Überprüfung unserer Prozesse durch das RAL-Gütezeichen über weltweit anerkannte Standards wie FSC® oder PEFC bis hin zu unserem hauseigenen Green Choice Siegel für ökologisch vorteilhafte Produkte.
Erfahre mehr über unsere strengen Beschaffungskriterien, lückenlose Lieferketten und wie wir Verantwortung für unsere Wälder übernehmen.
Nachhaltige Alternativen in unserem Sortiment
Nachhaltigkeit zeigt sich auch in der Produktauswahl. Neben klassischen Holzprodukten bieten wir Alternativen, die je nach Einsatzzweck eine besonders gute Ökobilanz mitbringen:
Bambus – ein extrem schnell nachwachsender Rohstoff, der als Terrassendiele und Fassadenverkleidung eine langlebige Alternative zu klassischem Hartholz bietet.
WPC & BPC – Wood-Plastic-Composite und Bamboo-Plastic-Composite bestehen zu großen Teilen aus recycelten Kunststoffen und nachwachsenden Rohstoffen. Sie sind besonders widerstandsfähig gegen Witterung, Schimmel und Insektenbefall, was ihre Lebensdauer deutlich velängert und Neuanschaffungen reduziert.
Modifiziertes Holz – Produkte wie Kebony®, Accoya®, OrganoWood® oder Thermoholz werden durch umweltfreundliche Verfahren dauerhaft gemacht, ohne dass tropische Harthölzer nötig sind. Sie verbinden die Haltbarkeit von Tropenholz mit der Nachhaltigkeit heimischer Holzarten.
Langlebigkeit als Prinzip: Ein Holzboden hält Jahrzehnte. Eine Terrasse aus Hartholz oder modifiziertem Holz überdauert viele Gartenmöbel-Generationen. Weniger Neuanschaffungen bedeuten weniger Ressourcenverbrauch – Langlebigkeit ist der wirksamste Beitrag zur Nachhaltigkeit.
Logistik & Nachhaltigkeit
Wie wir ökonomische Stärke mit ökologischer Verantwortung vereinen.
Logistik & Fuhrpark
Wir bündeln unsere Sendungen konsequent, um Transportwege zu optimieren und Leerfahrten zu vermeiden. Gemeinsam mit unseren Speditionspartnern setzen wir auf maximale Ladungseffizienz und moderne Flotten, um den CO2-Ausstoß pro geliefertem Festmeter Holz so gering wie möglich zu halten.
Verpackung & Abfall
Wir beweisen: Ökonomische und ökologische Ziele kollidieren nicht. Durch die Eigenproduktion des Füllmaterials sparen wir massiv an Kosten und agieren gleichzeitig lösungsorientiert für unsere Umwelt.
Digitalisierung
Wir arbeiten konsequent papierlos. Von der Lagerverwaltung bis zur Kundenkommunikation – unsere digitalen Prozesse sparen nicht nur Papier, sondern steigern Effizienz und Transparenz im gesamten Workflow.
Nachhaltiger Holzhandel: So funktioniert's
Wie funktioniert nachhaltiger Holzhandel in Deutschland? In unserem Video zeigen wir dir den Weg vom verantwortungsvoll bewirtschafteten Wald bis zum fertigen Produkt.
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