Ein Sandkasten im Garten lässt Kinderherzen höherschlagen. Doch Sand ist nicht gleich Sand. Eine zu grobe Körnung kann die Haut der Kinder reizen oder verletzen, zu feiner Sand kann beim Spielen eingeatmet werden. Zudem sollte der Sand sauber gehalten werden, da die kleinen Sandkastenfreunde ihre Sandkuchen auch gerne mal probieren. Erfahre in unserem Beitrag, wo du den passenden Sand findest, wie viel du benötigst und wie der Sand stets einsatzfähig bleibt.

Kinder im Sandkasten

Welcher Sand eignet sich für den Sandkasten?

Der Begriff Spielsand ist nicht geschützt, daher werden auch Sande angeboten, die nicht für Sandkästen geeignet sind. Um auf Nummer Sicher zu gehen, achte darauf, dass der Spielsand folgende Kriterien erfüllt: Größe der Körnung bis maximal 2 mm Ohne scharfkantige Körnung, nur rundkörnig Gesiebt und gereinigt (keimfrei) Absolut schadstofffrei (TÜV oder DEKRA geprüft) Gut formbar (durch einen geringen Anteil von Ton oder Lehm) Rückstandsfrei von Haut und Kleidung entfernbar

Welche Sorten von Spielsand gibt es?

Als Spielsand sind Flusssand, Rheinsand und Quarzsand im Handel deklariert. Aufgrund großer Preisunterschiede bei gleicher Qualität lohnt es sich, genau zu vergleichen.

So testest du den idealen Sand

Forme mit dem feuchten Sand eine Kugel und wirf diese locker von einer Hand in die andere. Der Sand sollte stabil bleiben, sich nicht verformen oder Risse bilden. Nach dem Reiben des feuchten Sandes zwischen den Handinnenflächen sollten keine lehmigen Spuren zurückbleiben. Der Sand sollte sich leicht von Haut und Kleidung abschütteln lassen.

Wie viel Sand wird benötigt?

Die Füllmenge hängt von der Länge, Breite und Höhe des Sandkastens ab. Es ist wichtig, dass weder zu wenig noch zu viel Sand im Kasten ist. Die optimale Füllhöhe beträgt ca. 60 % - 70 % der Randhöhe des Sandkastens. Im Internet findest du sogenannte „Sandkasten Rechner“, mit denen du die passende Menge für deinen Sandkasten ermitteln kannst. Im Baumarkt ist der Spielsand meist in Säcken mit je 25 kg erhältlich, was einem Volumen von 20 Litern entspricht. Als Richtwert gelten somit 50 Säcke für 1 Kubikmeter Volumen. Planst du einen Sandkasten ab 2 Meter Durchmesser, so kannst du Kosten sparen, wenn du einen großen Sack für 1 Kubikmeter Spielsand aus dem Baustoffhandel erwirbst.

Wie wird der Sand geschützt?

Der Sand ist dauerhaft den Witterungsbedingungen ausgesetzt und Kleintiere wie beispielsweise Katzen nutzen ihn auch gerne mal als Toilette. Damit der Sand für jeden Buddeleinsatz sauber und trocken bleibt, solltest du ihn mit einer Holzabdeckung oder einer UV-beständigen Plane schützen.

Wie wird der Sand gereinigt?

Lockere den Sand regelmäßig mit einem Rechen auf. So wird der Sand durchlüftet und lässt UV-Strahlen durch, die Keime und Bakterien im Sand abtöten.

Wie häufig sollte der Sand ausgetauscht werden?

Die Notwendigkeit des Sandaustausches hängt von der Beanspruchung und der Verschmutzung des Sandes ab. Ist dein Sandkasten durch eine feste Abdeckung geschützt, ist eine Erneuerung des Sandes alle 2-3 Jahre ausreichend. Wird dein Sandkasten viel genutzt, empfiehlt sich ein jährlicher Sandwechsel. Sollte das Holz des Kastens faulen, kann sich Schimmel bilden. Tausch den Sand dann direkt komplett aus und ersetz die Bretter.

Wohin mit dem alten Sand?

Für den ausrangierten Sand finden sich weitere Verwendungsmöglichkeiten: Untergrabe ihn in deinen Beeten, um die Gartenerde zu verbessern oder hebe ihn bei deinem Komposthaufen unter. Der Sand eignet sich auch, um ihn gesiebt über der Rasenfläche zu verteilen, wo er gegen Moos wirkt. Oder benutze den Sand bei deinem nächsten Bauprojekt, zum Beispiel beim Verlegen von Gehwegplatten.

Fazit

Mit dem passenden Sand, der idealen Füllhöhe und etwas Pflege steht einem sicheren und sauberen Buddelspaß nichts im Wege.