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- Art-Nr.
- 18-220595
- Maße
- 27 × 68 × 4800 mm
- Sortierung
- Standard
- Verfügbar
- 4.701,30 lfm
- Art-Nr.
- 18-205163
- Maße
- 26 × 68 × 4800 mm
- Sortierung
- Standard
- Verfügbar
- unbegrenzt
- Art-Nr.
- 18-205170
- Maße
- 19 × 140 × 4200 mm
- Sortierung
- Standard
- Verfügbar
- unbegrenzt
- Art-Nr.
- 18-205172
- Maße
- 26 × 117 × 3900 mm
- Sortierung
- Standard
- Verfügbar
- unbegrenzt
- Art-Nr.
- 18-205164
- Maße
- 26 × 142 × 4200 mm
- Sortierung
- Standard
- Verfügbar
- unbegrenzt
- Art-Nr.
- 18-205159
- Maße
- 20 × 142 × 2700 mm
- Sortierung
- Standard
- Verfügbar
- unbegrenzt
- Art-Nr.
- 18-205166
- Maße
- 26 × 142 × 4200 mm
- Sortierung
- Standard
- Verfügbar
- unbegrenzt
- Art-Nr.
- 18-205168
- Maße
- 20 × 142 × 4200 mm
- Sortierung
- Standard
- Verfügbar
- unbegrenzt
- Art-Nr.
- 18-205173
- Maße
- 43 × 43 × 4200 mm
- Sortierung
- Standard
- Verfügbar
- unbegrenzt
- Art-Nr.
- 18-205158
- Maße
- 26 × 142 × 4800 mm
- Sortierung
- Standard
- Verfügbar
- unbegrenzt
- Art-Nr.
- 18-205157
- Maße
- 32 × 142 × 4800 mm
- Sortierung
- Standard
- Verfügbar
- unbegrenzt
- Art-Nr.
- 18-204251
- Maße
- 26 × 68 × 4200 mm
- Sortierung
- Standard
- Verfügbar
- 12,60 lfm
Was Thermoholz ausmacht
Thermoholz ist Holz, das in einer sauerstoffarmen Atmosphäre auf 180 bis 215 Grad Celsius erhitzt wird – ohne Chemie, ohne Imprägnierung, nur mit Wärme und Wasserdampf. Bei diesen Temperaturen werden Zucker, Stärke und Hemicellulosen im Holz unwiderruflich verändert. Das Ergebnis: Das Holz verliert seine Nahrungsgrundlage für Pilze, wird hydrophober und dimensionsstabil. International läuft das Verfahren unter TMT (Thermally Modified Timber), in Europa vor allem unter dem finnischen ThermoWood-Standard.
Daraus folgen die typischen Eigenschaften, die Thermoholz zum Fassadenmaterial machen:
- Dauerhaftigkeitsklasse 1 bis 2 nach EN 350 – also auf dem Niveau von Robinie und Bangkirai, ohne tropische Herkunft
- Werksseitige Holzfeuchte 4 bis 6 Prozent – kaum noch Quellen und Schwinden
- Bis zu 50 Prozent weniger Quellbewegung gegenüber unbehandeltem Nadelholz
- Wärmeleitfähigkeit rund 25 Prozent niedriger als unbehandeltes Nadelholz
- Vollständig harzfrei – kein Harzaustritt bei Sommerhitze, auch bei Kiefer und Fichte
Inhalt
- Thermoholz-Arten und Profile bei HHD
- Stärken und Grenzen – ehrlich erklärt
- Verarbeitung und Befestigung
- Pflege und Optik im Zeitverlauf
- Häufige Fragen zu Thermoholz-Fassaden
- Jetzt Thermoholz-Fassade bestellen
Thermoholz-Arten und Profile bei HHD
Praktisch jede heimische und nordische Nadelholzart lässt sich thermisch modifizieren – am häufigsten findest du im Fassadenbereich drei:
| Holzart | Ausgangsmaterial | Optik nach Modifikation | Typisches Einsatzgebiet |
|---|---|---|---|
| Thermokiefer | Nordische Kiefer (Pinus sylvestris) | Karamell- bis schokoladenbraun, lebhafte Maserung, sichtbare Äste | Hauptfassade, Profilbretter |
| Thermoesche | Europäische Esche (Fraxinus excelsior) | Dunkelbraun bis fast schwarz, sehr feine Poren, hochwertige Anmutung | Repräsentative Fassaden, Premium-Look |
| Thermofichte | Heimische Fichte (Picea abies) | Hellbraun bis goldbraun, ruhige Optik | Wirtschaftliche Großflächen, Nebengebäude |
Bei HHD findest du Thermoholz-Profile typischerweise als Rhombusleisten, Trapezprofile, Stülpschalung und Nut-Feder-Bretter – also dieselben Profilformen wie bei klassischer Holzfassadenverkleidung. Der Vorteil von Thermoholz: Du bekommst diese Profile in Längen bis 6 Meter mit minimalem Verzug, weil die Dimensionsstabilität so hoch ist.
Stärken und Grenzen – ehrlich erklärt
Thermoholz wird häufig als die eierlegende Wollmilchsau der Holzfassaden verkauft. Das ist es nicht. Es löst zwei spezifische Probleme – und schafft an anderer Stelle neue. Damit du vor dem Kauf weißt, worauf du dich einlässt:
Was Thermoholz wirklich besser kann
- Dauerhaftigkeit ohne Chemie: Du bekommst Dauerhaftigkeitsklasse 1 bis 2 ohne Kupfersalze, ohne Druckkesselimprägnierung, ohne tropische Herkunft. Reine Wärme, reines Holz.
- Dimensionsstabilität: Eine 21-Millimeter-Thermokiefer-Diele bewegt sich übers Jahr deutlich weniger als unbehandelte Kiefer. Knirschende Anschlüsse und aufstehende Fugen werden seltener.
- Kein Harz, kein Verfärben: Bei klassischer Kiefer- oder Fichte-Fassade kann an heißen Tagen Harz aus Ästen austreten und die Fassade verkleben. Bei Thermoholz ist das physikalisch nicht mehr möglich.
Wo Thermoholz Grenzen hat
- Sprödigkeit: Die Wärmebehandlung reduziert die Rohdichte um bis zu 15 Prozent und macht das Holz spröder. Biege- und Spaltfestigkeit sinken. Für tragende Bauteile darum nicht geeignet – als Bekleidung ohne tragende Funktion ist das egal.
- Vorbohren-Pflicht: Wegen der höheren Sprödigkeit müssen alle Schraubverbindungen vorgebohrt werden. Schnellbau-Eindrehschrauben ohne Vorbohrung spalten das Holz oft auf.
- Vergrauung trotzdem: Auch Thermoholz vergraut. Die dunkle Karamell- oder Schokoladenoptik wandelt sich unter UV-Strahlung innerhalb von ein bis zwei Jahren in ein silbergrau-bräunliches Patinabild. Wer den Anfangs-Look halten will, braucht eine pigmentierte UV-Lasur und einen Pflegezyklus von zwei bis vier Jahren.
- Preis: Die thermische Modifikation ist energieintensiv und kostet. Thermoholz liegt preislich zwischen sibirischer Lärche und Robinie – günstiger als tropisches Hartholz, deutlich teurer als unbehandelte heimische Nadelhölzer.
Verarbeitung und Befestigung
Bei der Verarbeitung gelten ein paar Regeln, die sich aus den Materialeigenschaften ergeben – wer sie kennt, hat eine Fassade fürs Leben.
Verschraubung und Befestigung
Edelstahl A2 ist Pflicht, A4 in Küstennähe oder bei chlorbelasteter Luft (Schwimmhalle, Industrie). Verzinkte Schrauben sind tabu, weil sie unter dem leicht sauren pH-Wert von Thermoholz korrodieren und die Fassade später schwarz-rostige Schlieren bekommt. Vorbohren mit dem 0,8- bis 0,9-fachen des Schraubendurchmessers ist nicht optional, sondern Standard. Passende Fassadenschrauben findest du im Zubehör.
Unterkonstruktion und Hinterlüftung
Eine Thermoholz-Fassade braucht eine hinterlüftete Vorhangkonstruktion mit mindestens 20 Millimeter Hinterlüftungsraum nach DIN 68800-2. Diffusionsoffene Fassadenbahn, durchgehende Lüftungsöffnungen oben und unten, Insektenschutzgitter an den Öffnungen. Die Konterlattung selbst kann aus heimischer Lärche oder druckimprägniertem Kiefernholz bestehen – Thermoholz für die Unterkonstruktion ist Materialverschwendung.
Zuschnitt und Schnittflächen
An jeder Säge- oder Stoßstelle ist das Holzinnere weniger geschützt als die behandelten Oberflächen. Bei stark exponierten Schnittkanten (Kopfstöße, Eckverbindungen) empfehlen wir einen Schnittflächenschutz mit Holzwachs oder einer Endgrain-Sealer-Lasur – verlängert die Dauerhaftigkeit an der kritischen Stelle deutlich.
Pflege und Optik im Zeitverlauf
Du hast zwei realistische Pfade vor dir:
Pfad A – Vergrauen lassen: Du tust nichts. Die Fassade wandelt sich in den ersten 18 bis 24 Monaten von Karamell zu Silbergrau-Bräunlich und bleibt danach stabil. Funktional ändert sich nichts – die Dauerhaftigkeit bleibt voll erhalten, weil die Wärmemodifikation strukturell wirkt, nicht oberflächlich. Pflegekosten über die Lebensdauer: null.
Pfad B – Farbe halten: Du behandelst die Fassade vor der Montage einmal vollflächig mit einer UV-pigmentierten Holzschutzlasur und erneuerst diese alle 2 bis 4 Jahre auf den bewitterten Seiten (Süd und West intensiver, Nord weniger). Aufwand: ein Wochenende pro Pflegezyklus. Mehr Hintergrund im Bereich Holzschutzlasur.
Häufige Fragen zu Thermoholz-Fassaden
Wie lange hält eine Thermoholz-Fassade?
Bei korrekt geplanter, hinterlüfteter Vorhangfassade rechnest du mit 30 bis 50 Jahren Nutzungsdauer – das deckt sich mit der Dauerhaftigkeitsklasse 1 bis 2 nach EN 350. Voraussetzung sind funktionierende konstruktive Details: Hinterlüftung mindestens 20 mm, Sockelabstand zum Erdreich mindestens 30 cm, schräge Dielenenden ohne stehende Nässe. Mit pigmentierter Lasur-Pflege kannst du den oberen Bereich der Spanne erreichen.
Vergraut Thermoholz an der Fassade?
Ja. Auch wenn Thermoholz strukturell deutlich resistenter ist als unbehandeltes Holz – gegen UV-Strahlung schützt die Wärmemodifikation nicht. Die dunkle Karamell- oder Schokoladenoptik wandelt sich in 12 bis 24 Monaten zu einem silbergrau-bräunlichen Ton und bleibt dann stabil. Das ist eine rein optische Veränderung ohne Einfluss auf die Lebensdauer. Wer die Anfangsfarbe halten will, lasiert pigmentiert.
Muss man Thermoholz streichen?
Aus Dauerhaftigkeitsgründen nein. Die Wärmemodifikation macht das Holz wetterfest, eine Lasur oder ein Anstrich verlängert die Lebensdauer nicht messbar. Wer streicht, tut es nur aus optischen Gründen – um die dunkle Anfangsfarbe vor UV-bedingter Vergrauung zu schützen. Falls du dich für eine Lasur entscheidest: pigmentiert, dünnschichtig, alle 2 bis 4 Jahre erneuern. Filmbildende Lacke sind problematisch, weil Thermoholz unter dem Film arbeiten kann und der Film abplatzt.
Welche Schrauben für Thermoholz-Fassaden?
Edelstahl A2 als Minimum, A4 in Küsten- oder Industrienähe. Verzinkte Schrauben sind nicht freigegeben, weil sie unter dem leicht sauren pH-Wert des Thermoholzes korrodieren und die Fassade verfärben. Wegen der höheren Sprödigkeit gilt Vorbohren als Pflicht – mit 0,8 bis 0,9 des Schraubendurchmessers. Im Zweifel passende Fassadenschrauben über das HHD-Sortiment auswählen.
Was ist der Unterschied zwischen Thermoholz und sibirischer Lärche?
Lärche ist von Natur aus Dauerhaftigkeitsklasse 3 bis 4 – wetterfest, aber nicht in der Spitzengruppe. Thermoholz erreicht durch die Wärmebehandlung Klasse 1 bis 2 und liegt damit auf Robinie-Niveau. Optisch ist sibirische Lärche feinjährig und gelblich-honigfarben mit deutlichem Vergrauen, Thermoholz dagegen tiefbraun. Preislich liegen beide auf ähnlichem Niveau, mit leichtem Vorteil für Lärche. Die Wahl ist primär optisch – wer den dunklen Look will, nimmt Thermoholz, wer die ruhige Lärche-Anmutung mag, bleibt bei Lärche.
Thermoholz-Fassade jetzt online bestellen
Filter oben nach Holzart, Profil und Länge – oder hol dir ein kostenloses Muster, um Farbton und Maserung in echt zu prüfen. Bei Fragen zur Verarbeitung, Unterkonstruktion oder Pflege: unsere Fachberatung kennt Thermoholz seit Jahren aus der Praxis.
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