Nach jedem Saunagang wischst du die Bank mit einem sauberen, feuchten Tuch ab, ohne fließendes Wasser, und lässt die Kabine trocknen. Dazu kommt einmal im Jahr die Grundreinigung: Sitz-, Wand- und Deckenflächen mit weicher Bürste und Sauna-Reinigungsmittel säubern, Schrauben nachziehen, Flecken anschleifen und das Holz bei Bedarf mit einem harzfreien Saunaöl pflegen. Mehr braucht Saunaholz nicht, aber diese wenigen Handgriffe entscheiden darüber, wie lange Bänke und Wände gut aussehen.

Fast wichtiger als jedes Pflegemittel ist, was du weglässt: Hochdruckreiniger, Desinfektionsmittel, Lack, Lasur und normales Holzöl haben in der Saunakabine nichts verloren. In diesem Ratgeber findest du den Pflegeplan auf einen Blick, die Grundreinigung Schritt für Schritt, die Sonderregeln für Thermoholz und die Pflege von Ofen und Saunasteinen.
Der Pflegeplan auf einen Blick
Die Pflege einer Sauna folgt einem festen Rhythmus. Die meisten Aufgaben dauern nur wenige Minuten, entscheidend ist, dass sie nicht ausfallen:
| Wann | Was | Womit |
|---|---|---|
| Nach jedem Saunagang | Sitzunterlagen herausnehmen, Bank abwischen, Kabine lüften und trocknen lassen | sauberes, feuchtes Tuch, kein fließendes Wasser |
| Bei Flecken | betroffene Stelle anschleifen | feines Schleifpapier, Körnung 180 bis 240 |
| Einmal im Jahr | Grundreinigung, Schrauben nachziehen, Saunasteine prüfen | weiche Bürste, Sauna-Reinigungsmittel |
| Einmal im Jahr, optional | Holz pflegen | harzfreies Saunaöl |
| Alle drei bis fünf Jahre | Saunasteine tauschen, rissige Steine früher | passende Ersatzsteine für deinen Ofen |
So nutzt du den Plan: Die Routine nach dem Saunagang ist die einzige, die du nicht aufschieben solltest, weil sie Feuchte und Schweiß entfernt, bevor beides ins Holz zieht. Die Grundreinigung legst du am besten auf einen festen Termin, zum Beispiel vor dem Start in die Saunasaison. Alles Weitere machst du nur, wenn das Holz es zeigt.
Nach jedem Saunagang: Abwischen, Lüften, Trocknen
Die Pflege beginnt schon beim Saunieren. Aufguss gehört nur auf die Steine des Ofens, nie direkt auf Wände oder Bänke. Setz dich außerdem nicht in nasser Badekleidung auf die Bank. Ein Banktuch oder eine Sitzunterlage fängt Schweiß und Hautfett ab, bevor beides ins Holz zieht. Danach läuft immer derselbe Ablauf:
- Sitzunterlagen herausnehmen: Sie bleiben nicht feucht in der Kabine liegen.
- Bank abwischen: Nimm ein sauberes, feuchtes Tuch, kein fließendes Wasser.
- Trocken kehren oder absaugen: So bleiben Staub und Haare nicht auf dem Holz liegen.
- Kabine lüften: Lass die Tür offen, bis alle Holzflächen abgetrocknet sind.
Wasche das Banktuch, nicht die Bank. Ein Tuch, das du nach jedem Saunagang unterlegst, nimmt Schweiß und Hautfett auf und lässt sich in die Waschmaschine stecken. Das Holz bleibt dadurch sauberer.
Praxis-Tipp Banktuch
Mehr zum richtigen Ablauf im Saunagang selbst findest du im Ratgeber 11 Tipps für deinen erfolgreichen Sauna-Besuch.
Die Grundreinigung einmal im Jahr
Mindestens einmal im Jahr reicht das Abwischen nicht mehr aus. Dann bekommt die ganze Kabine eine gründliche Reinigung. Plane dafür etwas Zeit ein und fang erst an, wenn der Ofen ausgekühlt ist:
- Kabine ausräumen: Schalte den Ofen aus, lass ihn abkühlen und nimm Sitzunterlagen und Zubehör heraus. Kehr Bänke und Boden trocken oder sauge sie ab.
- Mit weicher Bürste reinigen: Bürste Sitz-, Wand- und Deckenflächen mit einem Sauna-Reinigungsmittel ab, zum Beispiel dem KAHRS Sauna-Reinigungsmittel. Alternativ geht auch milde Kernseife.
- Gut nachwischen: Wisch mit einem sauberen, feuchten Tuch nach, bis keine Reinigerreste mehr auf dem Holz liegen. Auch jetzt gilt: kein fließendes Wasser, kein Hochdruckreiniger.
- Trocknen lassen: Lass die Kabine offen, bis das Holz durchgetrocknet ist.
- Schrauben nachziehen: Holz quillt und schwindet mit Wärme und Feuchte, dadurch lockern sich Verbindungen mit der Zeit. Kontrolliere Bänke, Rückenlehnen und Wandprofile.
- Flecken und Holz prüfen: Schleif Verfärbungen an (mehr dazu unten) und entscheide, ob du das Holz anschließend ölst.

Mit weicher Bürste und Sauna-Reinigungsmittel reinigst du Bänke, Wände und Decke, ohne die Holzoberfläche anzugreifen.
Alle Mittel für diesen Schritt findest du im Shop unter Saunapflege und Reinigung, weiteres Zubehör im Bereich Saunazubehör. Was du sonst noch für die Kabine brauchst, erklärt der Ratgeber Sauna-Zubehör: Das brauchst du wirklich.
Was nicht in die Sauna gehört: Reiniger, Öle und Wasser
Die häufigsten Schäden an Saunaholz entstehen nicht durch zu wenig Pflege, sondern durch das falsche Mittel. Diese Übersicht zeigt dir, was du vermeiden solltest und warum:
| Das gehört nicht in die Kabine | Das Problem |
|---|---|
| Hochdruckreiniger und fließendes Wasser | Beides richtet dauerhafte Schäden an Holzstruktur und Oberfläche an. |
| Desinfektionsmittel | Sie bleichen das Holz aus. |
| Lack und Lasur | Filmbildende Schichten dünsten bei Saunatemperatur Stoffe aus. Saunaholz bleibt unbehandelt oder wird nur mit Saunaöl gepflegt. |
| Normales Holzöl | Es würde in der Hitze ranzig riechen. Nimm nur harzfreies Saunaöl. |
| Aggressive Reiniger | Sie greifen das Holz an. Verwende nur Mittel, die für Saunaholz vorgesehen sind. |
| Wäsche trocknen | Das ist verboten: Brandgefahr und zu viel Feuchte in der Kabine. |
| Öle oder Alkohol auf den heißen Steinen | Das ist ein Brandrisiko. Aufgegossen wird nur mit Wasser und zugelassenen Aufgussessenzen. |
Die Faustregel daraus ist einfach: Alles, was nicht ausdrücklich für Saunaholz vorgesehen ist, bleibt draußen. Steht es nicht auf der Packung, nimm es nicht.
Flecken, Verfärbungen und Nachdunkeln
Schweiß und Wasser hinterlassen mit der Zeit Spuren im Holz. Das ist normal und gehört zur Patina einer genutzten Sauna. Wer sie nicht mag, kann sie entfernen: Schleif die Stelle vorsichtig mit feinem Schleifpapier der Körnung 180 bis 240 an. Weiche Hölzer wie Espe und Abachi lassen sich dabei besonders leicht bearbeiten. Beschränke dich auf die betroffene Fläche und arbeite zurückhaltend, damit das Schleifbild gleichmäßig bleibt. Danach kannst du die Stelle unbehandelt lassen oder mit Saunaöl nachpflegen.

Schweißflecken schleifst du mit feinem Schleifpapier der Körnung 180 bis 240 an, nur an der betroffenen Stelle.
Auch das Nachdunkeln ist kein Mangel. Stellen, die direkt dem heißen Dampf ausgesetzt sind, zum Beispiel über dem Saunaofen, dunkeln schneller nach als der Rest der Kabine. Auch Risse und leichter Verzug sind eine normale Reaktion des Holzes auf Temperaturschwankungen. Behalte nur im Blick, dass sich nichts löst, und zieh bei Bedarf die Schrauben nach.
Saunaöl: Wann es sinnvoll ist und wann nicht
Saunaholz muss nicht geölt werden. Du kannst es unbehandelt lassen oder mit einem Saunaöl pflegen, beides ist in Ordnung. Wenn du ölst, nimm ein harzfreies Saunaöl, das ausdrücklich für den Einsatz in der Sauna vorgesehen ist. Das KAHRS Sauna-Holzschutzöl ist farblos und für Saunaholz geeignet. Ein normales Holzpflegeöl kommt nicht infrage, denn es würde in der Hitze ranzig riechen.
Die Entscheidungshilfe dazu: Öl lohnt sich, wenn du das Holz nach dem Abschleifen zusätzlich pflegen willst. Wenn du auf eine ganz unbehandelte Oberfläche Wert legst oder dein Holz Sonderregeln hat, lass es weg. Bei Bausätzen hat die Anleitung des Herstellers Vorrang, falls sie ein Öl vorschreibt. Bei Thermoholz und Red Cedar gilt besondere Zurückhaltung, mehr dazu im nächsten Abschnitt und im Ratgeber Welches Holz für die Sauna?.
Thermoholz pflegen: Hier gelten Sonderregeln
Thermisch behandeltes Holz wie Thermoespe ist formstabil und sehr widerstandsfähig gegen Pilzbefall und Schimmel, braucht bei der Pflege aber etwas mehr Aufmerksamkeit. Diese Punkte solltest du kennen:
- Nicht mit Wasser waschen: Unbehandeltes Thermoholz solltest du nicht mit Wasser abwaschen, das verstärkt den charakteristischen Duft. Bürste es trocken ab oder wische es nur mit einem feuchten Tuch.
- Keine Holzpflegeöle: Sie würden in der Hitze ranzig riechen. Geeignet sind Sauna-Reinigungsmittel auf Wasserbasis und im Zweifel gar keine Behandlung.
- Duft abbauen: Der typische Duft thermisch behandelter Hölzer wird mit der Zeit schwächer, verschwindet aber nie ganz. Wenn du die Sauna anfangs lange aufheizt und dabei lüftest, verfliegt er schneller.
- Patina: Thermoholz ist durchgefärbt und entwickelt eine gleichmäßigere Patina als unbehandelte Hölzer. Schweißflecken lassen sich leicht anschleifen, und weil das Holz durchgefärbt ist, zeigen auch Kratzer denselben Farbton.
Die wichtigste Regel für alle Hölzer lautet: Weniger ist mehr. Je weniger Mittel du in die Kabine bringst, desto geringer ist das Risiko, dass etwas unangenehm riecht oder Flecken hinterlässt.
Saunaofen und Saunasteine pflegen
Zur Kabine gehört auch der Ofen. Seine Pflege ist kurz, aber sicherheitsrelevant:
- Saunasteine prüfen: Kontrolliere sie einmal im Jahr. Rissige Steine tauschst du aus, als Tauschintervall für alle Steine werden drei bis fünf Jahre empfohlen, weil sie durch die Hitze mit der Zeit bröckeln. Passende Saunasteine für EOS-Saunaöfen haben wir im Shop. Schichte sie immer locker ein, damit die Luft zwischen den Steinen zirkulieren kann.
- Ofengehäuse abwischen: Nimm dafür ein trockenes Tuch und fang erst an, wenn der Ofen kalt ist.
- Verdampfer entkalken: Bei einem Ofen mit Verdampfer gehört das regelmäßige Entkalken dazu. Nimm demineralisiertes Wasser und halte dich an die Herstellerangaben.
- Aufguss richtig dosieren: Gieß nur Wasser und zugelassene Aufgussessenzen auf, keine alkoholhaltigen Produkte und keine Öle.
- Heizstäbe und Thermostat prüfen: Zeigen Heizstäbe Verfärbungen oder Verformungen, hol eine Elektrofachkraft dazu. Auch die Funktionsprüfung von Thermostat und Sicherheitsthermostat gehört einmal im Jahr dazu.
Der Anschluss und alle Arbeiten an der Elektrik des Saunaofens gehören in die Hände einer Elektrofachkraft. Wie du den Ofen sicher aufstellst, steht im Ratgeber zum Saunaofen-Hitzeschutz.
Hinweis Elektrik
Wie Steine im Einzelfall gereinigt werden, hängt vom Ofen ab. Schau dafür in das Datenblatt deines Ofens, denn dort stehen die Angaben des Herstellers.
Feuchte und Schimmel vorbeugen
Schimmel in der Sauna hat fast immer dieselbe Ursache: Feuchte, die nicht entweichen kann. Fehlt hinter dem Holz die Hinterlüftung, staut sich Kondensat, die Dämmung wird nass und Schimmel kann entstehen. Gegen die Ursache hilft deshalb vor allem der richtige Wandaufbau mit mindestens 20 mm Hinterlüftung und einer Dampfsperre, den wir im Ratgeber Sauna richtig dämmen Schicht für Schicht beschreiben.
Im Alltag hilft dir diese Routine: Lass die Kabine nach jedem Saunagang vollständig abtrocknen, trockne keine Wäsche darin und achte darauf, dass Nassarbeiten beim Einbau abgeschlossen sind, bevor das Holz montiert wird. Wer die Luftfeuchte im Blick behalten möchte, findet im Saunazubehör ein Hygrometer für die Sauna. Entdeckst du dennoch Schimmel, kläre zuerst die Ursache, also Belüftung und Wandaufbau, bevor du die Oberfläche bearbeitest.
Häufige Fragen zur Saunapflege
Wie oft sollte ich die Sauna reinigen?
Nach jedem Saunagang wischst du die Bank ab und lüftest die Kabine. Die Grundreinigung mit Bürste und Sauna-Reinigungsmittel kommt mindestens einmal im Jahr dazu.
Darf ich die Sauna mit Wasser abspritzen oder mit dem Hochdruckreiniger reinigen?
Nein. Fließendes Wasser und Hochdruckreiniger richten dauerhafte Schäden an Holzstruktur und Oberfläche an. Reinige mit Bürste und feuchtem Tuch.
Muss ich die Sauna desinfizieren?
Desinfektionsmittel sind für Saunaholz nicht vorgesehen, sie bleichen das Holz aus. Setz stattdessen auf die empfohlene Routine: Banktuch unterlegen, Bank abwischen, Kabine trocknen lassen und einmal im Jahr gründlich mit Sauna-Reinigungsmittel säubern.
Welches Reinigungsmittel eignet sich für Saunaholz?
Nimm ein Sauna-Reinigungsmittel, das ausdrücklich für Saunaholz vorgesehen ist, oder milde Kernseife, und wisch danach gut nach. Aggressive Reiniger und filmbildende Produkte gehören nicht in die Kabine.
Wie bekomme ich Schweißflecken aus der Saunabank?
Schleif die Stelle vorsichtig mit feinem Schleifpapier der Körnung 180 bis 240 an. Danach kannst du das Holz unbehandelt lassen oder mit Saunaöl pflegen.
Wann muss ich die Saunasteine tauschen?
Rissige Steine tauschst du sofort. Für alle Steine werden drei bis fünf Jahre als Intervall empfohlen. Kontrolliere sie einmal im Jahr.
Fazit
Für eine Sauna, die lange gut aussieht und sicher bleibt, empfehlen wir diese Routine: ein Banktuch unterlegen, nach jedem Saunagang abwischen und lüften, einmal im Jahr gründlich mit Bürste und Sauna-Reinigungsmittel säubern und dabei Schrauben und Steine prüfen. Öl ist eine Option, kein Muss, und alles, was nicht für Saunaholz vorgesehen ist, bleibt draußen. Bei Thermoholz gilt zusätzlich: nicht mit Wasser waschen und keine Holzpflegeöle.
Wenn du eine neue Kabine planst und noch das passende Holz suchst, lass dich beraten oder fordere dir kostenlose Muster der Saunahölzer an. Auch unsere Ratgeber Sauna selber bauen und Gartensauna selber bauen helfen dir weiter. Die Holzarten für Wand, Decke und Bank findest du im Saunaholz-Sortiment, fertige Bänke unter Saunabänke und Regale.