0
Filtern
Holzart
Qualität
Stärke in mm

Multiplexplatten

(58 Artikel gefunden)
Multiplexplatten Nahansicht
Multiplexplatten Nahansicht

Bestandteile einer Multiplexplatte

Eine Multiplexplatte besteht aus mehreren gleichstarken Furnierlagen, die auch Mittellagen genannt werden. Birke, Buche, Ahorn oder Fichte werden zur Herstellung genutzt und je mehr Lagen verwendet werden, desto robuster wird die einzelne Platte. Die Stärke der einzelnen Mittellagen kann dabei variieren, doch mindestens fünf gleichstarke Lagen gewährleisten die Stabilität dieser Platten. Bis zu 35 Lagen oder mehr sind technisch möglich, weshalb Multiplexplatten für sehr viele Einsatzbereiche geeignet sind. Schichtweise werden die einzelnen Lagen unter hohem Druck verleimt und gepresst, wobei die Maserungen immer im Wechsel quer und längs versetzt übereinander gelegt werden. Anders als bei klassischen Sperrholzplatten werden die kompletten Holzlagen unter großem Druck verleimt, was zu der sehr hohen Festigkeit und Formbeständigkeit führt. Das Quellen und Schwinden des Materials wird dadurch außerdem vermindert und, je nach Leimart, eignen sich die Platten für verschiedene Einsatzbereiche in Haus und Garten.

Multiplexplatten für verschiedene Einsatzzwecke

Die Art der Verleimung bestimmt darüber, ob eine Multiplexplatte im Innenbereich, in Feuchträumen oder sogar im Außenbereich eingesetzt werden kann. Mit einer IF-20 Verleimung eignen sich die Platten aus Birke oder Buche für den Möbelbau im trockenen Innenbereich. Tischplatten, Regale und auch Treppenstufen können damit entstehen.
Für Feuchträume empfiehlt der Fachmann Platten mit einer IF 67 Verleimung. Sie eignen sich für die Verwendung in Küchen oder Badezimmern und für alle Räume, in denen Feuchtigkeit vorhanden ist. Auch im Keller, auf dem Dachboden und in der Garage sollten ebenfalls Multiplexplatten mit dieser Verleimung verwendet werden, da ihre Komponenten ein Aufquellen in feuchter Luft verhindern.
Für den Außenbereich, in dem das Holz jeder Witterung ausgesetzt ist, können keine normalen Sperrholzplatten verwendet werden, denn sie würden die Feuchtigkeit förmlich aufsaugen und sich stark verziehen. Multiplexplatten mit einer AW 100 Verleimung hingegen sind ideal für den Einsatz im ungeschützten Außenbereich. Sie sind witterungsbeständig und lassen Feuchtigkeit nicht ins Innere der Platten vordringen.

Qualitätsunterschiede bei Multiplexplatten

Holz bleibt ein natürlicher Werkstoff, auch wenn es geschnitten und verleimt wird. Die Oberflächen weisen daher Maserungen auf und auch Astlöcher oder gekittete Stellen sind ganz normal. Selbst größere Farbunterschiede können vorkommen. Werden Multiplexplatten nach der Montage verkleidet und für den Betrachter unsichtbar gemacht, spielen diese kleinen optischen Mängel keine Rolle. Soll die Oberfläche aber sichtbar bleiben und beispielsweise mit Klarlack versiegelt werden, sollten Sie auf eine A-Qualität zurückgreifen. Sie garantiert ein gleichmäßiges Bild und eine astfreie Decklage. Bei den Farbunterschieden sind nur geringe Abweichungen zulässig. So erhalten Sie eine optisch makellose Oberfläche und das nachträgliche Furnieren mit einem fehlerfreien Deck kann entfallen.

Multiplexplatten in Echtholzoptik

Durch verschiedene Furniertechniken entstehen edle Holzdekore, die Multiplexplatten zum idealen Material für den Möbelbau werden lassen. Seit dem Beginn der industriellen Fertigung von Möbeln wurden immer weniger wertvolle Hölzer mit dünnen Furnierplatten aufgewertet und auch wenn sich die Verfahren im Laufe der Zeit verändert haben, zählen die verschiedenen Furniertechniken aus den Anfängen noch heute zu den meist verwendeten Methoden der optischen Aufwertung.

Bei der klassischen Herstellung von Schälfurnieren wird Rundholz geschält. Dünne Schichten werden vom feuchten Holz abgetragen und anschließend auf Sperrholzplatten oder Multiplex aufgebracht.
Beim Sägefurnier werden die Dekorschichten mit der Säge abgetrennt. Das Holz bleibt dabei trocken und es entstehen helle, natürliche Dekore bei den gesägten Furnieren. Diese Methode ist allerdings sehr materialintensiv und wird heute nur noch selten eingesetzt.
Anstelle des Sägefurniers ist das Messerfurnier gerückt, denn dabei entfällt der hohe Verlust an Material, der beim Sägeschnitt anfällt. Das Holz wird gekocht und gedämpft und anschließend eingespannt. Die durch das Messern entstehenden Dekore sind kräftig und zählen zu den meist genutzten  Furnierschichten bei Sperrholzplatten.
Je nachdem wie das Furnier aufgesetzt wird, spricht man von quer- oder längsfurnierten Multiplexplatten. Lange wurden die klassischen Längsfurniere, bei denen die Maserungen vertikal verlaufen, verwendet, doch inzwischen sind auch querfurnierte Hölzer in Mode gekommen. Vor allem bei Zimmer- und Schranktüren findet die Querfurnierung immer mehr Anhänger. Letztlich ist es eine reine Geschmacksfrage, in welcher Richtung das Furnier verlaufen soll. Der natürlichere Eindruck entsteht allerdings immer, wenn die Maserung so verläuft wie sie statisch sein sollte. Querfurniere kommen damit eher bei Konstruktionen zum Einsatz, wo das Holz waagerecht tragend erscheinen soll.

Versiegelung einer Multiplexplatte

Die Siebfilmplatte ist eine Sonderform der Multiplexplatte. Die Sperrholzplatte wird beidseitig mit Phenolharz beschichtet und dann einseitig aufgeraut oder als Film-Film-Platte beidseitig glatt angeboten. Diese Sonderform der Multiplexplatte eignet sich besonders für den Bau von Treppenstufen und auch beim Bühnenbau wird sie häufig eingesetzt. Unterschränke für Aquarien werden aus Sieb-Film-Platten gefertigt und auch als Lautsprechergehäuse findet dieses Material oft Verwendung. Die aufgeraute Seite wirkt rutschhemmend und damit eignen sich Platten mit dieser speziellen Beschichtung auch für die Ladeflächen von LKW und Anhängern.

Multiplexplatte mit Lack behandeln

Mit Farb- oder Klarlack lassen sich Multiplexplatten nicht nur versiegeln und damit leichter reinigen, sondern auch die Optik kann dadurch stark verändert werden. Die Oberflächen sollten vor dem ersten Anstrich trocken und staubfrei sein. Mit einer speziellen Grundierung werden die Oberflächen so versiegelt, dass die anschließend aufgetragene Lackschicht nicht vom Holz aufgesaugt werden kann und eine abwaschbare Fläche entsteht. Klarlack lässt die Struktur von Multiplexplatten stärker hervortreten und in modernen Wohnungen wird meist diese Form der Veredelung verwendet.
Das nachträgliche Furnieren ist mit einem speziellen Holz ebenfalls möglich.

Tischlerplatten als Alternative zur Multiplexplatte

Tischlerplatten werden auch unter dem Namen Stabsperrholz angeboten. Die Mittelage wird dabei aus parallel ausgerichteten Holzstäben gebildet, die mit einer beidseitigen Deckschicht verleimt werden. Dabei können verschiedene Holzarten zum Einsatz kommen und neben Birke oder anderen heimischen Hölzern werden auch Spezialanfertigungen aus Fuma oder Balsa zur Herstellung verwendet. Die Deckschicht verläuft dabei quer zu den Stäben oder Stäbchen. Tischlerplatten sind durch ihren Aufbau sehr leicht und trotzdem formstabil. In den Anfangszeiten der serienmäßigen Möbelproduktion wurden Tischlerplatten aufgrund ihres günstigen Preises im Vergleich zum Massivholz häufig eingesetzt, doch inzwischen werden sie vor allem als Regalboden oder für die Produktion optisch anspruchsvoller Objekte genutzt. Für den Messebau und auch im Schiffsbau werden Tischlerplatten vor allem aufgrund ihres geringen Gewichts gern genutzt. Tragende Bauteile dürfen jedoch nicht aus Stabsperrholz bestehen. 

Multiplexplatten
Multiplexplatten bei Holzhandel-Deutschland online bestellen. ✓ Verschiedene Stärken & Längen ✓ Multiplexplatten aus Birke Organisation: Kahrs GmbH | Durchschnittliche Bewertung: 4.33, resultierend aus 3 Bewertungen | Preis: ab 10,00 €